Kommentar : Siemens braucht eine Scheidung

Mitarbeiter und Aktionäre können nicht zufrieden sein. Siemens braucht neue Impulse. Neben übergeordneten Themen gibt es manche Tagesbaustelle. Es ist Zeit für eine Scheidung, und dann muss Peter Löscher liefern.
Als Peter Löscher Vorstandsvorsitzender von Siemens wurde, war die Umgebung des Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Cromme begeistert. Es war ein Fischzug nach Komplimenten, mitten im Korruptionssumpf, in dem Siemens damals steckte. Als Externer, von Altlasten frei, konnte sich Löscher daranmachen, aufzuräumen. Er tat das mit autoritärer Durchsetzungskraft - und hatte Erfolg. Siemens ließ das Kapitel Schmiergeld hinter sich, steigerte durch Optimierungsmaßnahmen seinen Gewinn. Für seine Arbeit bekam Löscher viel Geld - und eine Vertragsverlängerung.






