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Unternehmen im Existenzkampf : Nach der Pandemie

Sparkommissar und Chefstratege - Lufthansa-Chef Carsten Spohr Bild: dpa

Viele Manager stecken in der Klemme: Sie unterliegen einem brachialen Spardruck und müssen gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Wie geht das?

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          Deutschland kämpft im Frühherbst 2020 gegen einen neuen Lockdown an. Zwar betont die Bundesregierung, ein abermaliges Herunterfahren der Wirtschaft im Zuge der Corona-Pandemie müsse mit allen Mitteln verhindert werden. Gleichzeitig aber hängt das Damoklesschwert über dem Land, dass seine Wirtschaft ein zweites Mal innerhalb eines Jahres in großen Teilen zum Erliegen kommen könnte, falls sich das Infektionsgeschehen über Einschränkungen im Privaten nicht genügend bremsen lässt. Man muss kein Nobelpreisträger sein, um die Dimension zu erahnen, die ein solcher Schritt für die Volkswirtschaft hätte. Viele Unternehmen stehen schließlich jetzt schon in einem knallharten Existenzkampf, weil das Virus ihr Geschäftsmodell infiziert hat.

          Auch wenn es angesichts der aktuellen Lage manchmal schwerfallen mag, ist es wichtig, sich einen Punkt immer wieder vor Augen zu führen: Es gibt auch ein Leben nach der Pandemie. Irgendwann dürfte das Virus medizinisch beherrschbar sein, dann werden Märkte wie Luftfahrt oder Tourismus, die heute noch am Boden liegen, womöglich mit hoher Dynamik wieder aufblühen. Ein zweiter Aspekt ist ebenfalls wichtig für eine differenzierte Analyse jenseits der Tristesse des Tagesgeschäfts: Längst nicht alle Branchen sind vom Virus hart gezeichnet. Versorgungsunternehmen kommen weitgehend stabil durchs Jahr, Telekommunikation oder Pharmaindustrie verzeichnen teilweise enorme Zuwächse.

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