Ada. Bemberg. Otavi
Der F.A.Z.-Aktienindex erzählt die Wirtschaftsgeschichte der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Wandel hat viele ehemals namhafte Unternehmen untergehen oder in neuem Gewande erscheinen lassen.
Der F.A.Z.-Aktienindex erzählt die Wirtschaftsgeschichte der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Wandel hat viele ehemals namhafte Unternehmen untergehen oder in neuem Gewande erscheinen lassen.
Die Aktie von United Internet stufen die Analysten von JP Morgan Cazenove neutral ein. Als mittelfristiges Kursziel haben sie einen Wert von 13 Euro ausgewiesen, der sich mit einem aktuellen Börsenkurs in Höhe von 11,30 Euro vergleicht.
In der Aktie von United Internet Positionen auszubauen, rät die Commerzbank und steckt ein mittelfristiges Kursziel von 14 Euro (Kurs: rund 12 Euro). Das in vielen Bereichen im Internet tätige Unternehmen investiere in hohes Wachstum, was sich von 2012 an in den Ergebnissen niederschlagen dürfte.
ht. KÖLN, 16. August. Das Internetunternehmen United Internet hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr nur dank des Verkaufs der Beteiligung am defizitären Telekommunikationsanbieter Versatel steigern können.
United Internet und Deutsche Wohnen heben die Umsatzprognose an, mindestens 200 Millionen Euro sollen an Subventionen für Elektromobilität bereit gestellt werden, Solon plant einen Stellenkahlschlag und die chinesische Parteizeitung plädiert für eine flexiblere Währung.
Die Deutsche Telekom und United Internet wollen künftig in der Werbung im Internet und auf Mobiltelefonen zusammenarbeiten. In einem ersten Schritt haben die Unternehmen vereinbart, dass das Telekom-Vermarkter Interactive Media die Werbung auf den mobilen Portalen der zu United Internet gehörenden E-Mail-Dienstleister Web.de und GMX mit verkauft. Im Gegenzug darf United Internet die mit dem Logo des Absenders versehenen sicheren E-Mails auch in die Postfächer der 7,5 Millionen E-Mail-Kunden von T-Online senden.
Von den ursprünglich 30 Interessenten für den insolventen Targeting-Spezialisten Wunderloop sind noch sechs Bieter im Rennen. "Drei amerikanische und drei europäische Unternehmen haben unverbindliche Angebote für Wunderloop abgegeben", sagte Torsten Ahlers, CEO von Wunderloop, der FAZ.
Im Online-Werbemarkt verschieben sich die Gewichte: Der Vermarkter Tomorrow Focus hat seine Reichweite im vierten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Millionen gesteigert und damit erstmals United Internet Media überholt. Zu den Verlierern des Jahres gehört auch Gruner + Jahr EMS, deren Reichweite um mehr als 2 Millionen Nutzer eingebrochen ist.
United Internet beteiligt sich am Online-Werbespezialisten Wunderloop, weil der eigene Versuch, in diesem Markt Fuß zu fassen, nicht funktioniert hat. Wunderloop bekommt genügend Geld, um die Durststrecke bis zur Gewinnzone zu erreichen. Und gemeinsam versprechen sich die Unternehmen auch mehr Power gegen Google.
United Internet rüstet sich für die nächste Übernahme. Das Unternehmen hat deshalb Freenet-Aktien früher als geplant verkauft und damit 94 Millionen Euro eingenommen. Das Geld wird für den Bieterwettstreit um Strato benötigt. Danach lecken sich auch viele Private-Equity-Firmen die Finger.
The social network Facebook chooses the leading German e-mail provider Web.de and GMX as the first partner for Open ID in Europe.
Wachstum ja, aber profitabel bitte: Nach der Übernahme der DSL-Kunden von Freenet zieht sich United Internet ein Stück aus der Jagd um die DSL-Kunden zurück. Dafür dürfen die Aktionäre wieder auf eine Dividende hoffen.
Die Vermarktung fremder Internetseiten ist schwierig - weshalb United Internet diesen Teil des Geschäfts seiner Tochtergesellschaft Adlink an den französischen Konkurrenten Hi Media verkauft hat. Mit den Franzosen hat UIM-Chef Matthias Ehrlich viel vor.
Unter Eckhard Spoerr hätte es das nicht gegeben: Für 123 Millionen Euro verkauft Freenet seine DSL-Sparte an United Internet und übernimmt auch noch alle Risiken des Geschäfts. Nur die Aussicht auf 50 Millionen Euro Vertriebsprämie in den kommenden Jahren macht das Geschäft doch noch lukrativ.
United Internet nimmt in Kauf, weitere Marktanteile im DSL-Geschäft zu verlieren. Zu hohe Kosten, um neue Kunden zu gewinnen, will das Unternehmen nicht in Kauf nehmen. Schließlich haben die Abenteuer im DSL-Markt den Schuldenstand auf fast eine halbe Milliarde Euro hochgetrieben.
Nach Jahren fast ungebremsten Wachstums lahmt jetzt das Neukundengeschäft für DSL. Jetzt kommt der Verdrängungswettbewerb und damit die Konsolidierung des Marktes. Dabei werden die Betreiber der Kabelnetze ein wichtiges Wort mitreden.
Hohe Abschreibungen auf die Beteiligungen an den Konkurrenten Freenet, Versatel und Drillisch haben United Internet im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gedrückt. Leidtragende sind vor allem die Aktionäre: Der Aktienkurs ist im vergangenen Jahr von 19 auf etwa 5 Euro gefallen und nun streicht das Unternehmen auch noch die Dividende.
2008 war für United Internet ein schlechtes Jahr. Ziele verfehlt, bei Freenet nicht zum Zuge gekommen, fast eine halbe Milliarde Euro Schulden angehäuft. Und nun auch noch das: "Höchstwahrscheinlich wird das Unternehmen keine Dividende zahlen", erwartet Marcus Sander von Sal. Oppenheim.
Der spanische Konzern muss sein Endkundengeschäft im DSL-Markt stärken, wenn er weiter am Wachstum teilhaben will. Offiziell heißt es, man setze in Deutschland auf organische Zuwächse. Dabei wird schon fleißig über Zukäufe verhandelt. Bei Alice in Hamburg steht man dem Angebot aufgeschlossen gegenüber. United Internet hingegen wehrt sich noch gegen die Avancen aus Madrid.
Doubleclick, der Werbedienstleister von Google, verliert wichtige Kunden. In Amerika ist Platform-A wie erwartet zur Schwestergesellschaft Adtech gewechselt; in Deutschland haben mit Interactive Media (Telekom), Springer und Holtzbrinck gleich drei große Anbieter Doubleclick den Rücken gekehrt.
Nur 40.000 DSL-Kunden hat United Internet im vierten Quartal gewonnen, 20.000 weniger als geplant. Nun soll der Einstieg in das VDSL-Geschäft wieder mehr Schwung in das lahmende DSL-Geschäft bringen.
Live-Blogging von der Freenet-Hauptversammlung, Geschichten über StudiVZ und Interviews mit Eric Schmidt von Google und Mark Zuckerberg von Facebook waren die meistgelesenen Beiträge im Jahr 2008.
Selbst wenn die Internetbranche weiter wächst, wird die Wirtschaftskrise Spuren hinterlassen, weil die Anzeigenkunden sparen oder ganz verschwinden, weil die Börse als Exit ausfällt und weil die Anschlussfinanzierungen fehlen. Jetzt schlägt die Stunde der finanzstarken Unternehmen, die für kleines Geld echte Perlen kaufen können. 8 Thesen für das Internet-Jahr 2009.
Eckhard Spoerr, der Vorstandsvorsitzende von Freenet, gibt auf. Auf eigenen Wunsch verlässt er das Unternehmen zum 23. Januar. Offenbar war der Druck der Großaktionäre Permira und Hermes zu groß geworden.
United Internet hat bereits im Oktober sein Angebot für die DSL-Sparte von Freenet zurückgezogen. Das Ende der Schlammschlacht ist damit aber leider noch nicht erreicht.
Nachdem der Verkauf an Facebook gescheitert war, wollte Holtzbrinck einen Teil von StudiVZ an United Internet verkaufen. Aber auch dieser Deal scheiterte. Dabei hätte United Internet die neue Reichweite gut gebrauchen können.
Das Wachstum auf dem DSL-Markt geht zurück, aber die Wechselfreude der Verbraucher wächst. Gleichzeitig werden die Kabelnetzbetreiber als Konkurrenten immer stärker. Den erfolgsverwöhnten DSL-Anbietern stehen harte Zeiten bevor; eine Konsolidierung könnte auf drei, maximal vier Unternehmen hinauslaufen.
Hohe Abschreibungen, nur 20000 neue DSL-Kunden, Verlust und abermalige Prognosesenkung: United Internet muss das schlechteste Quartal seit Jahren hinnehmen. Ist die Wachstumsstory am Ende? Wie sehr belastet die Konjunktur das Unternehmen?
Offenbar kommt Freenet mit dem Verkauf seiner DSL-Sparte nicht voran. Finanzkrise und Kundenschwund drücken stetig auf den Preis. Die Gebote sollen inzwischen sogar unter 300 Millionen Euro liegen. [UPDATE: Freenet verliert weitere 50000 DSL-Kunden]
United Internet muss wohl einen dreistelligen Millionenbetrag abschreiben, bekommt aber wahrscheinlich den Zuschlag für die DSL-Sparte von Freenet.
Der neue Web.de-Chef Jan Oetjen ruft eine neue Strategie aus: Web.de soll "Single Communication Point" werden, also alle Nachrichten aus den sozialen Netzwerken an einem Punkt bündeln. Auch für das erfolglose Netzwerk Unddu.de hat er eine Lösung: Community-Dienst statt eigenständiges Netzwerk.
Die Finanzkrise und diverse hausgemachte Probleme haben die Aktienkurse vieler Internetunternehmen in den vergangenen zwölf Monaten halbiert. Besonders hart hat es Freenet und Yahoo getroffen; besonders gut ist Xing durch das Höllenjahr an der Börse gekommen.
Oliver Steil wirft das Handtuch: Der Debitel-Chef wird nach der Übernahme nicht in den gemeinsamen Freenet-Vorstand einziehen. Die Gründe interpretiert jede Seite auf ihre Weise.
Die Reichweiten im Internet verschieben sich: Die Fernsehsender verlieren ebenso wie die Freemailer GMX, Web.de und Freenet. Gewinner sind die sozialen Netzwerke wie StudiVZ und Wer-kennt-wen.
Matthias Greve, der (Mit-) Gründer des Internet-Portals Web.de und spätere Portalchef von 1&1, verlässt das Unternehmen. Nachfolger wird Jan Oetjen, der bisher Deutschland-Chef der Reiseseite Lastminute.com war. Zuvor war er als Geschäftsführer für die Travelocity Gruppe in Deutschland und in Frankreich tätig. Greve will nun wieder Unternehmer werden.
United Internet Media stellt sein Werbesystem TGP der Konkurrenz zur Verfügung, um eine Allianz gegen Google zu schmieden. Zusammen sollen die Online-Vermarkter stark genug sein, Google Paroli bieten zu können. Erster Partner ist Adlink.