Arbeitgebervorstoß : Ruf nach der Rente mit 70 stößt auf breiten Widerstand

Die Forderung von Arbeitgebervertretern nach einem späteren Renteneintritt stößt in der Koalition und der Union auf Kritik. Von einem „zutiefst ungerechten Vorschlag“ ist die Rede.
Der Vorstoß des Gesamtmetall-Chefs Stefan Wolf für eine Rente mit 70 wird von der Ampelkoalition ebenso abgelehnt wie von Union und Sozialverbänden. „Dass Menschen mit körperlich harten Jobs und häufig weniger Lohn Besserverdienenden mit Büro-Jobs ein langes Rentenleben finanzieren, ist ein zutiefst ungerechter Vorschlag“, sagte der Fraktionsvize der Grünen im Bundestag, Andreas Audretsch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Derzeit würden rund 15 Prozent aller älteren Menschen sterben, bevor sie überhaupt das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht haben und viele aus Erschöpfung vorzeitig in Rente gehen. „Die Idee, man könnte Pflegekräfte, Stahlarbeiter oder Feuerwehrleute künftig bis 70 arbeiten lassen zeigt, dass nicht alle bereit sind, die Lebensrealität vieler Menschen zur Kenntnis zu nehmen.“





