Überschuldete Unternehmen :
Justizministerin will Pflicht zum Insolvenzantrag weiter aussetzen

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Ein Mitarbeiter der Eisengießerei Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern. Das Unternehmen, das mit 320 Mitarbeitern zu den wichtigsten Arbeitgebern in Vorpommern gehört, hatte Mitte Juli Insolvenzantrag gestellt.
Ein Mitarbeiter der Eisengießerei Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern. Das Unternehmen, das mit 320 Mitarbeitern zu den wichtigsten Arbeitgebern in Vorpommern gehört, hatte Mitte Juli Insolvenzantrag gestellt.dpa

Justizministerin Lambrecht will überschuldeten Unternehmen noch bis März 2021 erlauben, einen Insolvenzantrag zu unterlassen. Die FDP glaubt, dadurch sollen „die bestehenden wirtschaftlichen Probleme erst nach den Landtagswahlen sichtbar werden“.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will durch die Corona-Krise überschuldete Unternehmen noch bis März 2021 von der Pflicht zum Insolvenzantrag befreien. Damit bekämen pandemiebedingt überschuldete Unternehmen Zeit, „sich durch das in vielen Branchen wieder anziehende Wirtschaftsgeschehen oder staatliche Hilfsangebote zu sanieren“, erklärte Lambrecht am Samstag in Berlin. „Damit wollen wir massenhafte Pleiten verhindern und Arbeitsplätze erhalten.“

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