Wer zerstört, muss zahlen : Der Königsweg zur Nachhaltigkeit

Wer Naturkapital zerstört, muss auch für dessen Wiederherstellung verantwortlich sein. Das ist der einzige Weg, um menschliche und wirtschaftliche Dramen zu vermeiden. Ein Gastbeitrag.
„Alle reden von Nachhaltigkeit, aber jeder versteht darunter etwas anderes. Der eine möchte vor allem den Klimawandel stoppen, der andere will den Hunger in der Welt bekämpfen, einem Dritten sind Meere ohne Plastikmüll wichtig“ – so beginnt ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 12. Oktober 2020. Warum ist das so, und warum haben wir dennoch in puncto Nachhaltigkeit bisher so wenig erreicht? Diese Frage beschäftigte schon Ernst Friedrich Schumacher (1911 bis 1977), den deutschstämmigen britischen Ökonomen. In seinem Buch „Small is Beautiful – A study of Economics as if People Mattered“, das 1973 und damit 14 Jahre vor der offiziellen Definition von „nachhaltiger Entwicklung“ durch die Brundtland-Kommission erschien, identifiziert Schumacher ein uraltes Fehlverständnis der westlichen Welt als entscheidende Ursache: Die Natur ist kein Einkommen, sondern ein Kapital, das es zu erhalten gilt!





