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Studie zur Netzabdeckung : Deutschland im Mobilfunk nur auf Rang 70 der Welt

Mit mobilen Sendestationen sollen Funklöcher, wie hier in Harzgerode in Sachsen-Anhalt, gestopft werden. Bild: ZB

Alle reden über 5G, doch bei 4G liegt Deutschland weit hinten. Nur zwei Drittel Deutschlands sind mit dem LTE-Standard versorgt, hat eine neue Studie berechnet und meint: Das genügt den Ansprüchen einer Wirtschaftsmacht nicht.

          Alle sprechen vom neuen Mobilfunkstandard 5G, tatsächlich gibt es in Deutschland mit Blick auf den Vorgänger 4G alias LTE noch viel zu tun. In ihrem jüngsten Jahresbericht machte die Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr zwar Fortschritte aus. Die Zahl der Handy-Basisstationen stieg.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch noch immer ärgern sich viele Deutsche über Funklöcher. Die Telekom erreicht eine LTE-Netzabdeckung von 98 Prozent der Einwohner, Vodafone von 93 Prozent und Telefónica von 88 Prozent. Diese Quoten stellen die Lage freilich besser dar, als sie ist, weil die Flächenabdeckung deutlich darunter liegt.

          Eine neue Studie des App-Anbieters Etrality (Speedcheck) beziffert die Netzabdeckung in der Fläche mit gerade 65,5 Prozent. Damit belege Deutschland im internationalen Vergleich lediglich Rang 70, heißt es: „Für die größte Wirtschaftsmacht Europas ein Zustand, der nicht den Selbstansprüchen der Bundesregierung und der deutschen Internetanbieter genügen sollte.“

          Der Untersuchung zufolge liegen Japan und Südkorea an der Spitze. Aber auch die Vereinigten Staaten, die Beneluxländer, Skandinavien und Teile Osteuropas erreichen eine Abdeckung von mehr als 80 Prozent. In der EU liegen jedoch auch die beiden großen Wirtschaftsnationen Italien und Frankreich wie Deutschland unter der Marke von 70 Prozent. Der vorgelegte „Mobilfunk-Report 2019“ stützt sich im wesentlichen auf Daten der Speedcheck-App, die der Messung von Internetgeschwindigkeiten dient.

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