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Anhörung in Washington : Google-Chef Pichai muss sich vor dem Kongress rechtfertigen

  • Aktualisiert am

Sundar Pichai stellt sich den Abgeordneten des Justizausschusses. Bild: AP

Suchmaschine in China, politische Vorlieben und Datenschutz: Amerikanische Abgeordnete haben den Chef von Google vorgeladen.

          Google verfolgt nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Sundar Pichai aktuell keine Pläne für den Start einer Suchmaschine in China. Das sagte der Tech-Manager vor dem amerikanischen Kongress, wo er an diesem Dienstag zum ersten Mal vor Abgeordneten Rede und Antwort stand.

          Vor kurzem hatten Medienberichte, wonach Google an einer im Einklang mit Vorgaben der chinesischen Behörden zensierten Internet-Suche arbeite, für Kritik gesorgt. Pichai bezeichnete den Zugang zu Informationen als ein Menschenrecht – was mit der Zeit auch als ein Argument für ein Angebot in China dienen könnte. Immerhin bot der Konzern die Suchfunktion dort schon einmal an, hatte diesen wichtigen Markt im Jahr 2010 allerdings verlassen und gegen Zensur entschieden.

          Pichai musste sich während  der aktuellen Anhörung auch gegen Kritik von Republikanern wehren, der Internet-Konzern unterdrücke konservative Meinungen. „Ich führe das Unternehmen ohne jeglichen politische Ausrichtung“, versicherte er. Unter anderem der texanische Abgeordnete Lamar Smith behauptete, konservative Stimmen würden während der Präsidentschaft von Donald Trump von Google stumm geschaltet. Einige Demokraten beklagten sich hingegen, dass rechte Nachrichtenseiten zu viel Gewicht bekämen.

          Ein weiteres Thema war die Datensammlung durch Google. Der Konzern sauge ein Menge an Nutzerinformationen ein, die „die NSA erröten lassen würde“, sagte der Ausschussvorsitzende Robert Goodlatte, ein Republikaner. Pichai entgegnete, Daten würden nur mit Zustimmung der Nutzer gesammelt. In weiteren Fragen ging es auch darum, was Google gegen russische Propaganda etwa im Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 2016 unternommen habe.

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