Unangetastete Fördergelder : Die Schulen dösen im digitalen Niemandsland

Zu kompliziert für die Pandemie: Ein milliardenschweres Förderprogramm für die Digitalisierung von Schulen bleibt weitgehend unangetastet. Denn viele Kommunen mögen sich nicht über den Geldregen freuen. Woran liegt das?
Die Schulen in Deutschland haben einen enormen Nachholbedarf, was die digitale Ausstattung angeht. Nichts hat die Defizite deutlicher zutage treten lassen als die Corona-Pandemie. Doch diese Erkenntnis habe nicht dazu geführt, dass die finanzielle Förderung des Bundes durch den „Digitalpakt Schule“ in Höhe von 5,5 Milliarden Euro schneller in den Bildungseinrichtungen verteilt worden sei, moniert die FDP. „Wenn die Mittel weiter so schleppend abfließen, ist der Digitalpakt erst 2049 vollständig in den Schulen angekommen“, sagt Christian Dürr, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. „Das ist ein Armutszeugnis für die Bundesregierung.“ Gerade in der Pandemie hätte das digitale Lernen besondere Priorität haben müssen, trotzdem seien bundesweit erst 2 Prozent der Gelder angekommen, rechnet Dürr vor und fordert: „Der Bund muss jetzt aufs Tempo drücken und die Schulen aus der Kreidezeit holen.“





