Abgasskandal : VW-Aktionär fordert Rücktritt von Konzernchef Müller

Mit dieser neuen Führung kann Volkswagen den Abgasskandal nicht bewältigen - findet eine große deutsche Fondsgesellschaft. Und verlangt einen Chef, der von außen kommt.
Die Fondsgesellschaft Union Investment fordert einen abermaligen Wechsel an der Spitze des Volkswagen-Konzerns, um den Abgasskandal zu bewältigen. Es wäre besser, wenn Volkswagen auf externe Führungskräfte setze, um Management und Aufsichtsrat zu leiten, erklärte Fondsmanager Ingo Speich.
Am dringlichsten sei es, das Vertrauen am Kapitalmarkt zurückzugewinnen. Das sei aber mit der gegenwärtigen Führung nicht möglich. Diese sei durch ihre lange Zeit im Unternehmen vorbelastet. Der Konzern habe während seiner Krisen in den vergangenen zehn Jahren nie drastische Maßnahmen ergriffen. Dies sei nun die Chance, endlich die richtigen Schritte einzuleiten.
Es gehe nicht darum, den neuen Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller zu beschuldigen, für ihn gelte die Unschuldsvermutung, so Speich. Er habe als ehemaliger Chef des zum Konzern gehörenden Sportwagen-Herstellers Porsche aber ein Glaubwürdigkeitsproblem.
Speich kritisierte auch die Kommunikationspolitik der Wolfsburger. Diese sei „schlecht“. Das Unternehmen müsse offen kommunizieren und die Schuldigen für den Skandal identifizieren, damit das Vertrauen am Kapitalmarkt zurückkehren könne. Speich wiederholte auch seine frühere Kritik an der Wahl des bisherigen VW-Finanzvorstands Hans Dieter Pötsch zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Autobauers.





