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Kraftfahrtbundesamt : Auffällige Abgaswerte bei mehreren Herstellern

  • -Aktualisiert am

Auch die Abgas-Werte anderer Hersteller sind auffällig. Bild: Reuters

In Tests des Kraftfahrtbundesamtes waren auch die Dieselfahrzeuge anderer Hersteller betroffen. Währenddessen rücken die Japaner vom Diesel ab.

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          Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat auffällige Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen mehrerer Hersteller gefunden. Dies sei das Zwischenergebnis einer Überprüfung von mehr als 50 Modellen verschiedener Autobauer, teilte die Behörde am Mittwoch mit. „Auf Basis von Rohdaten wurden bisher zum Teil erhöhte Stickoxidwerte bei unterschiedlichen Fahr- und Umgebungsbedingungen festgestellt.“ Diese Daten würden nun zusammen mit betroffenen Herstellern und Genehmigungsbehörden bewertet, um belastbare Ergebnisse zu gewinnen. Um welche Hersteller es sich handelt, teilte das Bundesamt nicht mit.

          Untersucht würden Autos der Volkswagen-Marken VW, Porsche und Audi sowie BMW, Ford, Opel, Mercedes und Smart, Renault, Peugeot, Fiat und Hyundai. Das KBA wolle herausfinden, ob es möglicherweise weitere Manipulationen des Schadstoffausstoßes gibt, vor allem von Stickoxiden, teilte es mit. Bisher seien erst zwei Drittel der Messungen erfolgt. Die Auswahl der Fahrzeugmodelle erfolge auf Basis der Zulassungsstatistik in Deutschland. Grundlage der Prüfung seien auch „verifizierte Hinweise Dritter über auffällige Schadstoffemissionen“. Der Schadstoffausstoß werde sowohl auf dem Rollenprüfstand als auch durch tragbare Emissionsmesssysteme auf der Straße geprüft. Die amerikanische Umweltbehörde EPA erhob zuletzt neue Vorwürfe gegen den VW-Konzern. Im Visier seien nun auch Modelle von Porsche und Audi. Volkswagen hat diese neuen Anschuldigungen zurückgewiesen.

          Die japanische Autoindustrie verabschiedet sich unterdessen schrittweise vom Dieselantrieb. Toyota hat am Mittwoch angekündigt, künftig keine neuen Dieselmotoren mehr zu entwickeln. Honda, Nissan und Mitsubishi teilten mit, die Strategie ihrer Flotten auf vollkommen schadstofffreie Modelle auszurichten – also auf Autos mit Verbrennungsmotoren verzichten zu wollen. Ausnahme ist der Hersteller Mazda. Doch auch Mazda will sein Modell „6“ nicht wie geplant als Dieselvariante auf den amerikanischen Markt bringen. „Wir haben dieses Projekt vorerst zurückgestellt“, teilte ein Sprecher mit.

          Die Japaner rücken schon geraume Zeit vom Diesel ab, durch die Abgasaffäre Volkswagens wurde die Entwicklung beschleunigt. „Wir setzen stark auf Hybridmodelle und auf Autos mit Brennstoffzellenantrieb“, sagte ein Toyota-Sprecher. Bis zum Jahr 2020 will Toyota 30000 Brennstoffzellenautos verkaufen und diese Zahl dann jedes Jahr steigern. Eigene Dieselmotoren baut Toyota schon jetzt kaum mehr. Derzeit läuft noch ein Diesel mit 1,4 Litern Hubraum vom Band.

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