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Markteinblick : Deutsche Aktien weiter freundlich

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Die nachlassende Furcht vor einem amerikanischen Militärschlag gegen Syrien stützt den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch.

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          Die sich abzeichnende diplomatische Lösung des Syrien-Konflikts stützt den deutschen Aktienmarkt. Der Dax klettert um 0,3 Prozent auf 8475 Punkte. Am Vortag hatte der Index mehr als zwei Prozent zugelegt und damit wieder Kurs auf sein Rekordhoch vom 22. Mai 2013 genommen.

          Der MDax hat mit 14.906,77 Punkten schon jetzt ein neues Rekordhoch markiert. Sicherlich hätten sich einige Anleger auch in Erwartung einer Korrektur wegen des Syrien-Konflikts vorsichtig positioniert. Diese würden nun auf dem falschen Fuß erwischt und müssten den steigenden Kursen hinterher laufen. Der marktbreite F.A.Z.-Index gewinnt 0,3 Prozent auf 1787 Zähler.

          Deutsche Post legen 1,1 Prozent auf ein Fünfeinhalb-Jahres-Hoch von 23,40 Eurozu. Die Analysten von Morgan Stanley haben das Kursziel für die den Titel auf 25,70 von 23 Euro angehoben. Bei K+S werden dagegen nach zwei starken Tagen und einem negativen Analystenkommentar Gewinne mitgenommen. Der Kurs des Kali- und Salzherstellers sinkt um 2 Prozent.

          Unter Verkaufsdruck stehen dagegen Apple. Sie leiden unter der als Enttäuschung gewerteten Vorstellung zweier neuer iPhone-Modelle und verlieren 2,9 Prozent. Der Kurs des Chip-Designers und Apple-Zulieferers Dialog Semiconductor fällt um 4,8 Prozent.

          Rentenmarkt etwas erholt

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Dienstag etwas fester. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, gewinnt 15 Basispunkte auf 136,88 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 12 Basispunkte auf 122,79 Prozent.

          Auf Tagesbasis dürfte der Kontrakt laut Hendrik Lodde, Analyst bei der DZ Bank, durch Bund-Auktion am Vormittag geprägt sein. Die Bundesfinanzagentur wird eine neue zehnjährige Benchmarkanleihe mit einem Kupon von 2 Prozent an den Markt bringen. Lodde erwartet eine Primärmarktrendite von mehr als 2 Prozent. Das würde eine „Novum für die Zeit seit dem Herbst 2011 darstellen“.

          Längerfristig geht Lodde indes von einen Abwärtstrend des Bund-Futures aus. Grund dafür seien der „Kompromissvorschlag aus Moskau und verhallendes Kriegsgeheul aus den Vereinigten Staaten und Europa“, die das Risiko eines Eingriffs westlicher Staaten in Syrien sinken ließen. Das verringere auch die Attraktivität deutscher Anleihen als vermeintlich sicherer Hafen.

          Eurokurs fällt

          Der Kurs des Euro ist am Mittwoch im frühen Handel gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3257 Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte er noch zeitweise 1,3282 Dollar gekostet. Sorgenvolle Blicke richten sich in der Eurozone auf Italien. Laut einem Kommentar der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) müsse sich zeigen, ob das Land regierbar bleibe. Zudem zeigt sich eine zweite Krisenbank.

          Der Schweizer Franken war ebenfalls kaum verändert zum Euro bei 1,2407 je Euro. Der Yen fiel zum Euro zeitweise auf den niedrigsten Stand seit Mai. In der Spitze sank die japanische Währung bis auf 133,38 je Euro, am Morgen notierte sie wenig verändert bei 132,98 je Euro. In Relation zum Dollar war der Yen ebenfalls kaum verändert bei 100,34 je Dollar.

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