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Greetings from New York: Roland Lindner : Amerikanische Seitenwechsler

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Die Skyline von New York - das wichtigste Finanzzentrum Amerikas. Bild: dapd

Nach seinem unrühmlichen Abgang bei der CIA kommt David Petraeus beim Finanzinvestor KKR unter. Ein weiteres Beispiel für die „Drehtür“ zwischen Washington und der Privatwirtschaft.

          Während in Deutschland über den Wechsel von Staatsminister Eckart von Klaeden auf den Posten des Chef-Lobbyisten beim Daimler-Konzern diskutiert wird, liefern auch die Vereinigten Staaten ein prominentes Beispiel für einen beruflichen Neuanfang.

          Der frühere Vier-Sterne-General David Petraeus, der mit seinem Einsatz im Irak und in Afghanistan bekannt wurde und später den Geheimdienst CIA führte, geht unter die Finanzinvestoren und wird künftig für die New Yorker Beteiligungsgesellschaft KKR arbeiten. Der Einstieg bei KKR kommt rund ein halbes Jahr dem unrühmlichen Abgang von Petraeus, der über eine außereheliche Affäre mit seiner Biographin stürzte.

          Jetzt als Geostratege

          Der 60 Jahre alte Petraeus soll das neu gegründete „KKR Global Institute“ bei der Beteiligungsgesellschaft führen. Diese Gruppe soll sich zum Beispiel mit makroökonomischen, geopolitischen und regulatorischen Fragen und deren Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen beschäftigen. Sie soll auch den Unternehmen aus dem KKR-Portfolio bei ihrer Expansion helfen.

          Petraeus ist der jüngste in einer ganzen Serie ehemaliger Staatsdiener, die es in die Investorenwelt zieht. Cerberus hat zum Beispiel den früheren amerikanischen Vizepräsidenten Dan Quayle und den ehemaligen Finanzminister John Snow in seinen Reihen. Der ehemalige Außenminister Colin Powell fungiert als strategischer Berater für die Wagniskapitalgesellschaft Kleiner Perkins Caufield & Byers.

          Gang und gäbe sind auch Wechsel von Aufsichtsbehörden wie der SEC auf lukrative Posten bei Wall-Street-Banken. An dieser „Drehtür“ gibt es viel Kritik. Die Gruppe „Project on Government Oversight“ monierte zum Beispiel, dass frühere SEC-Beschäftigte regelmäßig versuchen, für ihre neuen Arbeitgeber Einfluss bei der Behörde auszuüben.

          Am Donnerstag konnte sich die Wall Street über insgesamt leichte Kursgewinne freuen. Der Dow-Jonex-Index kletterte um 22 Punkte oder 0,1 Prozent auf 15325 Punkte. Der S&P 500 legte um 0,4 Prozent auf 1654 Punkte zu, der Index der Technologiebörse Nasdaq schnitt mit einem Zuwachs um 0,7 Prozent auf 3491 Punkte.

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