Trump in Davos : Der Verkäufer

Bei seinem Auftritt in Davos gibt Donald Trump nicht den zornigen Handels- oder Währungskrieger. Ist der Populist in den Schweizer Bergen also zum Internationalisten mutiert? Wohl kaum. Ein Kommentar.
Der Auftritt des amerikanischen Präsidenten war mit Spannung erwartet worden, schließlich sollte er zu einem Publikum reden, dessen wirtschaftliche Interessen von der Globalisierung bedient werden und dessen politische Präferenz die internationale Zusammenarbeit ist – und das als kosmopolitische Auswahl von „world leaders“ das Gegenteil eines engstirnigen Nationalismus ist. Diesen Leuten also hat Donald Trump sein „Amerika zuerst“-Programm versucht näherzubringen und, im Wortsinne, zu verkaufen. Denn was er vor allem tat, war, Werbung zu machen: für den Wirtschaftsstandort Amerika; dafür, dort zu investieren, Arbeitsplätze zu schaffen, Geld zu verdienen. Das mag sogar Erfolg haben; schon zuvor waren führende Leute aus der Wirtschaft, gerade auch der deutschen, ganz angetan von diesem Präsidenten gewesen.


