Trumps „State of the Union“ :
Einfach zerrissen

Klaus-Dieter Frankenberger
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Präsident Trump mit Vizepräsident Mike Pence (l.) und der demokratischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi: Über den Zustand der amerikanischen Politik braucht man sich keine Illusionen mehr machen.
Präsident Trump mit Vizepräsident Mike Pence (l.) und der demokratischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi: Über den Zustand der amerikanischen Politik braucht man sich keine Illusionen mehr machen.dpa

Trumps Rede zur Lage der Nation hat noch einmal gezeigt: Washington ist keine leuchtende Stadt auf dem Berge, sondern Symbol eines politischen Systems, das in feindliche Lager zerfallen ist.

Die Rede zur Lage der Nation – das war früher mal so etwas wie ein Hochamt der amerikanischen Politik. Sie verlieh der Republik einen gewissen Pomp, diente der Selbstvergewisserung. Und, natürlich, nutzte der Präsident sie zur Verteidigung seiner Politik. Sie ist faktisch der einzige offizielle Anlass für das Staatsoberhaupt, im Kapitol aufzutreten. Ja, früher. Es beschleicht einen Wehmut, nicht zuletzt des Stils wegen.

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