Klimaschutzabkommen : Amerikas Abdankung

Manche Übertreibung in der Klimadiskussion könnte etwas Skepsis vertragen. Aber eine amerikanische Regierung, die Klimaschutz für Tugendterror hält, hat jedwede Autorität verloren. Der Profiteur ist China.
Man kann annehmen, dass die geballte Kritik, aus dem In- und aus dem Ausland, an seiner Entscheidung, den Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen formell zu beginnen, den amerikanischen Präsidenten Trump nicht sonderlich beeindruckt. Mit dem Rückzug erfüllt er ein Versprechen aus dem Wahlkampf; vielen seiner Wähler wird das imponieren. Aber die hatten ihm schon vor drei Jahren abgekauft, dass der energie- und klimapolitische Rückwärtsgang in eine Zukunft großer Prosperität weise. Trump behauptet, dass der international verabredete Klimaschutz die amerikanische Wirtschaft über Gebühr belaste. Überhaupt hält er nicht viel von wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Triebkräfte des Klimawandels. Aber die Kosten einer selbstgefällig-tumben Verweigerung vernünftiger Klimaschutzpolitik werden künftige Generationen zu tragen haben; die Folgen des Klimawandels sind schon jetzt zu spüren und zu sehen.



