Nach der Wahl Bidens : Amerika muss das Stammesdenken überwinden

Eine Säule der Außenpolitik des neuen amerikanischen Präsidenten wird die Erneuerung im Inneren sein. Die Teilung der Vereinigten Staaten in zwei verfeindete Lager muss Joe Biden überwinden.
Die Zeit, als die Vereinigten Staaten die Rolle des Weltpolizisten übernahmen, ihr Einfluss unbegrenzt war und ihre Macht sich imperial über die Welt ausbreitete – man sprach vom „unipolaren Moment“ –, die ist vorbei. Amerika hat weder den Willen, noch verfügt es über die Mittel zu einer hegemonialen Restauration; unabhängig davon, dass es heute auf Rivalen und Konkurrenten stieße, die sich dem machtpolitisch widersetzen würden. Das Land blickt auf seine innere Verfassung und erkennt, dass es alle Hände voll damit zu tun hat beziehungsweise zu tun hätte. Schon für Obama hatte der Wiederaufbau Amerikas Priorität und nicht derjenige Afghanistans. Trump spitzte seinen Ansatz in der Parole zu „America first“. Und auch der künftige Präsident Biden wird sein Hauptaugenmerk auf „innere Erneuerung“ richten.
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