Drohung mit dem Militär : Trump kann nicht anders

Trump hat mit der Drohung, Militär einzusetzen, ein klares Zeichen gesetzt: Er will in diesem Konflikt nicht versöhnen – auch mit Blick auf die Präsidentenwahl im Herbst.
Es ist nicht so, dass der berechtigte friedliche Protest nach dem gewaltsamen Tod eines Schwarzen in Minneapolis überall im Lande in Aufruhr und Krawall umschlüge und Amerika nur noch ein paar Schritte von einem Bürgerkrieg entfernt wäre. Und doch ist es in erschreckend vielen Städten zu Unruhen gekommen, Plünderungen und Brandstiftung eingeschlossen. Auf Polizisten wurde in mehreren Städten geschossen. Das ist der Hintergrund, vor dem Präsident Trump mit dem Einsatz des Militärs droht; der es ihm erlaubt, als „Law-and-order“-Mann zu posieren und der das Großthema Rassismus, in seiner institutionellen Form wie in der sozialer-ökonomischer Ungleichheit, überlagert.



