FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Politische Kultur in USA :
Das nächste Opfer im Stammeskrieg

Andreas Ross
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Trauerveranstaltung für Charlie Kirk am Mittwoch in Orem in Utah
Trauerveranstaltung für Charlie Kirk am Mittwoch in Orem in UtahAFP

Das Attentatsopfer Charlie Kirk stand selbst für einen Diskurs, in dem alles erlaubt ist. Niemand ist in Sicht, der den Verfall der politischen Kultur aufhalten könnte – oder wollte.

Die politische Gewalt in den Vereinigten Staaten ist schockierend – aber nicht überraschend. Schon vor Jahrzehnten haben sich Leute wie der Radioscharfmacher Rush Limbaugh, Vorbild und Mentor des Attentatsopfers Charlie Kirk, als Gladiatoren begriffen und alternative Politikauslegung als (lukrativen) Blutsport etabliert. Die politische Polarisierung, an sich eine logische Begleiterscheinung des faktischen Zwei-Parteien-Systems, wurde zum unversöhnlichen Stammeskrieg, in dem das Vernichten des politischen „Feinds“ über das Gestalten der Zukunft geht.

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