Kommentar :
Kein Verlass auf Amerika

Klaus-Dieter Frankenberger
Ein Kommentar von
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Merkel und Trump treffen sich beim Nato-Gipfel in Brüssel.
Merkel und Trump treffen sich beim Nato-Gipfel in Brüssel.dpa

Merkel will weniger Einfluss für Amerika: Die Europäer dürfen sich nicht unterschätzen, aber auch die eigenen Möglichkeiten nicht überschätzen. Es geht um den pragmatischen Interessenausgleich.

Donald Trump ist niemand, der den Westen zusammenhält, der dessen Werten und ordnungspolitischen Vorstellungen Achtung verschafft. Er ist auf dem Trip des Ultrarealismus, bei dem Partner, wenn sie im Weg stehen, derb beiseitegeschoben werden, im politischen und manchmal sogar im wörtlichen Sinne. Er ist derjenige, der Schluss damit macht, dass die Vereinigten Staaten – angeblich – überall über den Tisch gezogen würden. Was während des Wahlkampfes bei Wählern gut ankam, die sich auch irgendwie als ewiges Opfer dunkler Mächte in Washington oder sonst wo sahen, wurde so auch auf der internationalen Bühne aufgeführt, ob in der Sicherheits-, in der Handels- oder in der Klimapolitik. Was mögen die Leute in Ländern dazu sagen, die tatsächlich „Opfer“ amerikanischer Politik geworden sind, ganz real und nicht nur in der Phantasie?

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