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Debatte um Deutschkenntnisse : Gezielte Sprachförderung

  • -Aktualisiert am

Prof. Veit Roessner sagt: „Das heutige Schulsystem passt für viele Kinder nicht mehr.“ Bild: dpa

Deutsch kann nicht nebenbei in der Kita gelernt werden. Deshalb braucht es gezielte Sprachtests im Alter von vier Jahren. Dabei fallen sicher auch muttersprachlich deutsche Kinder auf.

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          Zweifellos müssen Schulanfänger, die Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben, über möglichst gute Sprachkenntnisse verfügen. Sie deshalb vom Schulbesuch auszuschließen, wie der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Linnemann vorschlägt, ist allerdings keine Lösung. Denn die Schulpflicht gilt für alle.

          Umso wichtiger wäre es also, durch verpflichtende und valide Sprachtests im Alter von spätestens vier Jahren festzustellen, wie viel Deutsch Kinder können und wie weit sie sprachlich entwickelt sind. Dabei werden sicher auch muttersprachlich deutsche Kinder mit Sprachverzögerungen auffallen. Sie in einer verpflichtenden Vorschulklasse gezielt auf den Schulbeginn vorzubereiten, wäre eine lohnende Investition.

          Alle sprachlichen Reparaturbemühungen in den ersten Grundschulklassen kommen zu spät. Denn dann haben die Kinder schon einen frustrierenden Schultag nach dem andern erlebt.

          Niemand sollte sich der Illusion hingeben, Deutsch könne nebenbei in der Kita gelernt werden. Dazu braucht es vor allem qualifiziertes Personal und eine strukturierte Förderung.

          Heike Schmoll
          (oll.), Politik

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