FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Regenbogenflagge verboten :
Warum Neubrandenburgs Oberbürgermeister aufgibt

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Heute weht sie nicht mehr: Die Regenbogenflagge am 4. Oktober vor dem Bahnhof in Neubrandenburg
Heute weht sie nicht mehr: Die Regenbogenflagge am 4. Oktober vor dem Bahnhof in NeubrandenburgImago

Silvio Witt musste viel ertragen. Nun will der Neubrandenburger Oberbürgermeister nicht mehr – damit hat vielleicht auch ein Flaggenverbot zu tun.

In den neun Jahren als Neubrandenburger Oberbürgermeister habe Silvio Witt viel ertragen müssen, so erzählen es seine Kollegen aus dem Stadtrat. Darunter vielfach offene Anfeindungen wegen seiner Homosexualität. Aber auch Vorwürfe, er betreibe Mobbing gegen eine seiner Mitarbeiterinnen. Einmal sei in der Stadt auch ein Video von ihm geteilt und hämisch kommentiert worden, das ihn privat beim Tanzen zeigte. Angesichts all der Herabwürdigungen, der Anfeindungen, Verleumdungen und persönlichen Angriffe habe er Witt schon oft gefragt, ob er sich das noch länger antun wollte, erzählt Michael Stieber, der Fraktionsvorsitzende der SPD in der Stadtvertretung. Doch Witt machte immer weiter.

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