Vor G-7-Gipfel :
Es brennt

Klaus-Dieter Frankenberger
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Waldbrand im Naturpark Chapada dos Guimaraes im brasilianischen Amazonasgebiet.
Waldbrand im Naturpark Chapada dos Guimaraes im brasilianischen Amazonasgebiet.dpa

Werden die Tage in Biarritz vom Bemühen um Geschlossenheit geprägt sein oder von Eklat, Zerwürfnissen und Widerlagern? Fest steht schon jetzt: Der Westen hat gerade nicht seine stärksten Tage.

Nein, die sieben großen Industrieländer und Vertreter der EU, die sich in den kommenden Tagen in Biarritz als G7 treffen, sind keine Weltregierung. Das waren sie nicht, das sollten sie nicht sein. Ein solcher Anspruch wäre auch vermessen; zumal heute eine andere Staatengruppe, die G20, mit größerer Repräsentativität globale Steuerungsaufgaben beansprucht. Nüchtern betrachtet, sind die G7 der wirtschaftlich potente Kern des alten Westens, verstanden als Gemeinschaft von Staaten mit ähnlicher Verfassungsordnung und gemeinsamem Wertefundament. Heute stellt sich nicht die Frage nach deren Dominanz, sondern die, wie stark oder fragil ihr Zusammenhalt noch ist. Streitpunkte gab es immer; aber es ist doch eher neu, dass ein Mitgliedsland Grundprinzipien in Frage stellt.

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