Mord an Abgeordneter : Halbmast

Der Mord an Jo Cox hat die britische Öffentlichkeit erschüttert. Sie ist bestürzt über die tiefe Spaltung der Gesellschaft. Eine Mäßigung des Diskurses ist dringend nötig. Ein Kommentar
Jo Cox, eine Labour-Abgeordnete aus Nordengland, ist Opfer eines perfiden Angriffs geworden. Auf sie wurde geschossen und eingestochen von einem Mann, über dessen Motive am Tag danach keine Klarheit herrschte. Er soll psychisch krank sein und mit amerikanischen Neonazis in Verbindung gestanden haben. Er soll „Britain first“ gerufen haben, was als Indiz dafür genommen wird, dass er die Abgeordnete aus Zorn über ihre Gegnerschaft zum EU-Austritt Großbritanniens angegriffen habe. Das Land steht unter Schock. Es herrschen Entsetzen und Fassungslosigkeit, so wie in Amerika nach dem Massenmord in Orlando, begangen aus einer Art islamistischer Homophobie.


