Deutsches Seenotrettungsschiff : „Alan Kurdi“ legt in Tarent an

Acht Tage nach der Rettung von mehr als 80 Migranten durfte die „Alan Kurdi“ in den Hafen von Tarent einlaufen. Die Organisation will sich nun erst einmal um die Crew kümmern – die war bei der Aufnahme der Migranten bedroht worden.
Zum Abschied lagen sich Retter und Gerettete in den Armen. Das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ hat am Sonntagvormittag im Hafen von Tarent angelegt – acht Tage, nachdem es mehr als 80 Migranten an Bord genommen hat. Die italienischen Behörden hatten dem von der Regensburger Organisation „Sea-Eye“ betriebenen Rettungsschiff die süditalienische Stadt am Freitag als sicheren Hafen zugewiesen. Es war das erste Mal, dass die „Alan Kurdi“ Gerettete selbst in einen Hafen brachte. Bislang waren diese immer auf See von den Behörden abgeholt worden. Deutschland werde sich bei der Aufnahme der Geretteten beteiligen, erklärte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Sonntag auf F.A.Z.-Anfrage. Eine konkrete Zahl konnte er aber noch nicht nennen.


