Ein Gesicht der Mafia
Nach dreißig Jahren im Versteck: Sizilien feiert die Festnahme von Matteo Messina Denaro
Er soll etwa 150 Menschen eigenhändig umgebracht haben: Der berüchtigte Mafiakiller Giovanni Brusca ist nun ein freier Mann. Ist das ein moralischer Skandal oder ein notwendiger Schritt?
Nach dreißig Jahren im Versteck: Sizilien feiert die Festnahme von Matteo Messina Denaro
Das Mafiakino als Genre romantisiert das Verbrechen, selbst wenn es die Schuldigen hässlich zeigt. Aber das muss nicht so sein, wie Marco Bellocchios italienischer Spielfilm „Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra“ beweist.
Italien gedenkt eines der prominentesten Opfer der Mafia: Piersanti Mattarella, der vor 40 Jahren erschossen wurde. Er war der Bruder des heutigen Staatspräsidenten. Sein Fall ist heute noch aktuell.
Staatsanwalt Nicola Gratteri über seine Kindheit in Kalabrien, den Kampf gegen die mächtigste Mafia der Welt und ein Leben unter Polizeischutz.
Er ließ morden und kidnappen, mischte im Drogenhandel mit, war 24 Jahre auf der Flucht. Viele Mafia-Geheimnisse nimmt er nun mit ins Grab. Salvatore „Totò“ Riina, einst Chef der mächtigen sizilianischen Cosa Nostra, ist tot.
Zur Verhaftung von 37 Mafia-Mitgliedern hat eine international angelegte Polizei-Operation von Sizilien bis nach Köln am Mittwoch geführt. Dabei wurden auch Details über die Strukturen der Verbrecher-Organisation in Deutschland bekannt.
In Italien nennt man ihn „Die Bestie“: Der für seine skrupellosen Morde bekannte Mafia-Boss Toto Riina soll wegen schwerer Krankheit aus der Haft entlassen werden. Dabei gilt er noch immer als einflussreich. Die Empörung ist groß.
Giuseppe Salvatore Riina gehörte zur berüchtigten „Cosa Nostra“, sein Vater galt als „Boss der Bosse“ unter Italiens Mafiosi. Für sein Privatleben hat das nun eine empfindliche Folge.
Ein Mafioso und sein umstrittener Fernsehauftritt: Giuseppe Salvatore Riina durfte in Bruno Vespas Fernsehshow auftreten und sein neues Buch vorstellen. Dafür erntet der Sender Rai jetzt scharfe Kritik.