Mitglied der „Cosa Nostra“ :
Mafioso darf nicht Taufpate werden

Von
Jörg Bremer, Rom
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Giuseppe Salvatore Riina bei seinem Fernsehinterview im April 2016
Giuseppe Salvatore Riina bei seinem Fernsehinterview im April 2016dpa

Giuseppe Salvatore Riina gehörte zur berüchtigten „Cosa Nostra“, sein Vater galt als „Boss der Bosse“ unter Italiens Mafiosi. Für sein Privatleben hat das nun eine empfindliche Folge.

Giuseppe Salvatore Riina, Sohn des zu mehrfach lebenslanger Haft verurteilten Salvatore „Toto“ Riina, wäre gerne Taufpate seiner Nichte geworden. Immerhin hält ihn der Pastor Vincenzo Pizzitola in seinem sizilianischen Heimatort Corleone auch für geeignet. Aber die kirchliche Obrigkeit sieht das anders. Als die Unbedenklichkeitserklärung des Pastors vom Dezember jetzt in Padua bekannt wurde, intervenierte der zuständige Erzbischof von Monreale auf Sizilien, Michele Pennisi, ein aktiver Kämpfer gegen die Mafia: Er könne das „ebenso tadelnswerte wie unangemessene Verhalten“ des Pfarrers nicht billigen, zitierte ihn die Tageszeitung „Avvenire“. Ein Pate solle für das Patenkind Glaubenszeuge und Vorbild sein. Dieser Riina aber habe nie zu erkennen gegeben, dass er seine Taten bereue und sich von der „Cosa Nostra“ distanziere.

FAZ

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