https://www.faz.net/-gum-8bq5y

Smogalarm in Südeuropa : Rom verhängt nur halbherziges Fahrverbot

  • Aktualisiert am

Ein italienischer Polizist auf den Straßen Roms, auf denen ab Montag ein teilweises Fahrverbot für Privatfahrzeuge gilt. Bild: AP

Nach Mailand und Padua hat jetzt auch Rom ein Fahrverbot beschlossen, um den Smog einzudämmen. Doch dürfte die Maßnahme in der italienischen Hauptstadt wenig Wirkung zeigen.

          Nach Mailand hat auch Rom Maßnahmen zur Eindämmung der hohen Feinstaubbelastung beschlossen. Nach einigem Zögern entschied sich die Stadtverwaltung am Donnerstag, Privatfahrzeugen ab Montag alternierend das Fahren zu verbieten, und zwar zu den Hauptstoßzeiten von 07.30 bis 12.30 Uhr und von 16.30 bis 20.30 Uhr. In den zwei Tagen, in denen die Maßnahme gilt, sollen Tagestickets für den öffentlichen Verkehr nur 1,50 Euro kosten.

          Das norditalienische Mailand hatte am Vortag mitgeteilt, dass von Montag bis Mittwoch von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr keine privaten Fahrzeuge auf den Straßen fahren dürften. Padua schloss sich umgehend dem Verbot an.

          Rom zögerte - und entschied sich dann für das weniger strikte Modell. Entsprechend beschränkt dürfte der Erfolg sein, zumal viele Fahrzeuge von dem Verbot ausgenommen bleiben, es kaum Kontrollen gibt und die altersschwachen öffentlichen Verkehrsmittel wenig attraktiv sind.

          Wetterlage verschärft Smog-Problem

          Wegen ausbleibenden Regen und Winds hatte sich die Smoglage in Italiens Großstädten in den vergangenen Wochen dramatisch zugespitzt. Die Regierung der Lombardei, zu der Mailand gehört, rief bereits dazu auf, auf Feuerwerke zum Neujahrsfest zu verzichten. Mailand und Rom forderten alle Einwohner und Firmen auf, die Heizungen auf 18 Grad herunterzudrehen.

          Auch die bosnische Hauptstadt Sarajevo sowie die beiden Industriestädte Lukavac und Tuzla leiden derzeit unter Smog. Deshalb blieben die Schulen in Sarajevo am Donnerstag geschlossen. Der Stadtrat will die Schüler darüberhinaus früher in die Winterferien schicken - eine Entscheidung darüber sollte bis Montag fallen.

          Die bosnische Hauptstadt ist von Bergen umgeben, gibt es weder Wind noch Regen, steht die Luft über der Stadt. Laut den Vorhersagen wird sich das Wetter vor Januar nicht mehr ändern. Erschwerend kommt hinzu, dass zehntausende Haushalte immer noch mit Kohle heizen. Sarajevo ist seit Tagen in eine dichte Staubwolke gehüllt.

          Weitere Themen

          Erst Koffer-Chaos, dann wird ein Flugsteig geräumt

          Flughafen Düsseldorf : Erst Koffer-Chaos, dann wird ein Flugsteig geräumt

          Wegen einer technischen Störung müssen viele Urlauber in Düsseldorf ohne Koffer abheben, es stapeln sich Tausende Gepäckstücke. Später der nächste Aufreger: Mehrere Personen dringen in den Sicherheitsbereich ein – 1000 Passagiere müssen einen Flugsteig verlassen.

          71-Jährige mit Pikrinsäure am Umweltmobil Video-Seite öffnen

          Explosionsgefahr : 71-Jährige mit Pikrinsäure am Umweltmobil

          Das hätte auch gefährlich ins Auge gehen können. Eine 71-Jährige findet im Keller einen Behälter mit Pikrinsäure und bringt ihn zu einem Umweltmobil. Die Säure kann hochexplosiv sein - eine Sperrzone muss eingerichtet werden.

          Angeklagter zu Bewährungsstrafe verurteilt

          Missbrauchsfall Lügde : Angeklagter zu Bewährungsstrafe verurteilt

          Der Mann soll nicht direkt an dem Missbrauch beteiligt gewesen sein, sondern per Webcam zugeschaltet. Ein Gutachter hatte ihn für voll schuldfähig erklärt. Die Vorsitzende Richterin nannte die Taten „schäbig und menschenverachtend“.

          Topmeldungen

          Konkurrenz lauert : Herbe Enttäuschung von Netflix

          Der Videodienst gewinnt weniger Kunden als erwartet. Auf seinem Heimatmarkt schrumpfen die Abonnentenzahlen sogar. Die Aktie verliert deutlich an Wert, denn die Sorgen werden auch in Zukunft nicht weniger.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.