FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Afrikas Angst vor Corona :
Sie rufen ihnen „Coronavirus“ nach

Von
Thilo Thielke, Kapstadt
Lesezeit:
Nathaniel Lorenz in Uganda
Nathaniel Lorenz in UgandaPrivat

In vielen afrikanischen Ländern ist das Coronavirus inzwischen angekommen. Das hat mitunter drastische soziale Folgen. Auch für deutsche Freiwillige.

Sie kamen nach Afrika, um zu helfen. Nun wagen sie sich kaum noch vor die Tür. Wenn Nathaniel Lorenz und seine Freundin Marie Laufenburg in der ugandischen Hauptstadt Kampala das Haus verlassen, rufen die Menschen ihnen „Coronavirus“ nach. Zur Arbeit im Waisenhaus können die beiden 20 Jahre alten Dortmunder nicht mehr fahren, da die Regierung im Kampf gegen das Sars-CoV-2-Virus sämtliche Verkehrsmittel stillgelegt hat. Immerhin sind sie bei ihrer ugandischen Gastfamilie sicher, die am Stadtrand Kampalas lebt und alles mit den Gästen aus Deutschland teilt: elf Personen unter einem Dach.

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