Kristin Asbjørnsens zweites Gospelalbum : Einmal über den Jordan und dann links

Vor Jahren erbte sie ein Songbook, aus dem die norwegische Sängerin Kristin Asbjørnsen jetzt ein zweites Album geschöpft hat. Ihre Versionen der alten Spirituals klingen so ewig und heutig.
Auf die Frage, warum gerade aus dem norwegischen Jazz in jüngerer Zeit so starke, eigenständige Impulse ausgegangen sind, hat der Pianist und Produzent Bugge Wesseltoft, einer der Protagonisten der Szene, einmal geantwortet, bis zu ihnen nach Norwegen hätte es eben keiner der stilprägenden Stars aus Amerika geschafft. Anders als nach Stockholm oder Kopenhagen, wo Musiker wie Dexter Gordon längere Zeit gelebt und die dortige Szene beeinflusst hätten. Eine ist doch gekommen: Die afrikanisch-amerikanische Sängerin Ruth Reese ist schon 1960 nach Norwegen ausgewandert, und kurz bevor sie 1990 unerwartet starb, lernte die blutjunge Kristin Asbjørnsen sie kennen. Kaum zwei Monate hatten die alte Sängerin aus Chicago und der Teenager aus Lillehammer noch miteinander, und doch kann man die Inspiration nicht hoch genug schätzen, die Asbjørnsen aus dieser Begegnung gewonnen hat.





