TV-Kritik: „Maybrit Illner“ : Keine Zeit für starke Sprüche

Ängste und Sorgen beherrschen die Stimmungslage im Land. Wer davon am rechten und linken Rand profitieren könnte, fragte Maybrit Illner diesmal ihre Gäste. Dabei zeichnet eines alle Beteiligten aus: bemerkenswert wenig Gespür für die Wähler.
In einer Umfrage hat das Institut für Demoskopie Allensbach einen zunehmenden Pessimismus über die zukünftige Entwicklung festgestellt. Deren Geschäftsführerin Renate Köcher sprach am Mittwoch von einem „Absturz, wie man ihn selten sieht.“ Die wirtschaftliche Entwicklung betrachteten 75 Prozent der befragten Bundesbürger aus der Altersgruppe zwischen 30 und 59 Jahren mit „großer oder sehr großer Sorge.“ Diese Alterskohorte erwirtschaftet mit ihrer Arbeitsleistung naturgemäß einen wesentlichen Teil unserer Wertschöpfung. Deren Stimmungslage ist für die Politik zwar wichtig, aber nicht allein entscheidend: Sie repräsentiert nämlich nur 40 Prozent der Bevölkerung.





