Dokumentation über„Ehrenmord“ :
Die Mörder zeigen keine Reue

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Ihre Familie fällte das Todesurteil: Hatun Sürücü.
Ihre Familie fällte das Todesurteil: Hatun Sürücü.rbb

Hatun Sürücü lebte in Deutschland und wollte „leben wie eine Deutsche“. Deshalb brachte ihr Bruder sie um. Jetzt ist er auf freiem Fuß und brüstet sich in einem Dokumentarfilm sogar mit seiner Tat.

Es geschah vor zehn Jahren: Mitten in Berlin, an einer Bushaltestelle, schießt ein junger Deutschtürke seiner Schwester dreimal ins Gesicht. Hatun Sürücü musste sterben, weil sie „wie eine Deutsche“ lebte. Es ging damals kein Sturm der Empörung durchs Land, es gab keine Protestdemonstration, die es über ein paar Zeilen im Lokalen hinausbrachte. „Ehrenmorde“, wenn sie denn überhaupt als solche geächtet wurden, gab es immer wieder, doch weder die Migrationsforschung noch die Politik wollen sich von diesen Katastrophen ernsthaft erschüttern lassen.

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