Schauspieler im Interview : Wie deutsch sind Sie schon, Sam Riley?

Seine Rolle in „Control“ katapultierte den Bar-Jobber aus Leeds nach Hollywood. Jetzt lebt er in Berlin und spricht über britische Politik, die Berliner Schnauze – und den Schmerz, den Kritik auslösen kann.
Er spielte in „Maleficent“ mit Angelina Jolie, in „Rebecca“ mit Lily James, in „Firebrand“ neben Jude Law. Sam Riley, 44, scheint mühelos mit seinen Figuren zu verschmelzen und macht sie dann unvergesslich – wie Ian Curtis, den Frontmann der Punkband Joy Division in seinem Spielfilmdebüt „Control“. Jetzt brilliert der britische Schauspieler in „Cranko“ (Start 3.10.), einem faszinierenden Biopic des britischen Tanzvisionärs John Cranko: Der Star-Choreograph brachte das Stuttgarter Ballett zu Weltruhm, entdeckte Marcia Haydée und wurde an der New Yorker Metropolitan Opera hymnisch gefeiert. Aber keine Spur von bravem Kulturunterricht – Riley lädt zu einem wilden Ritt ein, leidenschaftlich, unkonventionell und hinreißend wie Crankos Choreographien. Doch sein Habitat heißt nicht Hollywood, sondern Berlin, dort lebt Sam Riley seit 2009 mit seiner Frau Alexandra Maria Lara.
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