Fall Sturm : Die synodale Sackgasse

Der Übertritt des Generalvikars Andreas Sturm zu den Altkatholiken enthüllt die Illusionen des reformkatholischen Milieus.
In dem heute veröffentlichten Gespräch mit Vertretern europäischer Kulturzeitschriften der Jesuiten erklärt der Papst, angesprochen auf den Synodalen Weg in Deutschland: „Dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Msgr. Bätzing, sagte ich: ,Es gibt eine sehr gute evangelische Kirche in Deutschland. Wir brauchen nicht zwei von ihnen‘ (lacht).“ Deutlicher lässt sich in der für Franziskus typischen informellen Autoritätsausübung nicht sagen, wo in Rom die Glocken hängen. Mag er auch versuchen, es wegzulachen: Der Vatikan fasst das deutsche Reformprojekt mit teilweise fünf Jahrzehnte alten „heißen Eisen“ (vom Frauenpriestertum bis zur Sexualmoral) als protestantischen Ableger auf und keinesfalls als weltkirchliches Modell, als das es seinen hiesigen Verfechtern vorkommt.
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