Waldbrände in Sibirien :
Brenne, mein Land

Kerstin Holm
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Verspäteter Einsatz: Mitarbeiter des Ministeriums für Katastrophenschutz bei Löscharbeiten im sibirischen Großgebiet Krasnojarsk
Verspäteter Einsatz: Mitarbeiter des Ministeriums für Katastrophenschutz bei Löscharbeiten im sibirischen Großgebiet KrasnojarskPicture-Alliance

Die sibirischen Waldbrände wurden lange nicht gelöscht, weil die Machthaber das für ökonomisch unrentabel erklärten. Davon singt auch der Popstar Monetotschka.

Die sibirischen Waldbrände erzielten in diesem Sommer infolge der Trockenheit, aber auch unterlassener Löscharbeiten einen traurigen Rekord. 4,3 Millionen Hektar Wald standen im asiatischen Teil Russlands vorige Woche in Flammen, meldete Greenpeace Russland, fast die Fläche von Niedersachsen. Vor allem in den Regionen um Krasnojarsk, Jakutsk, Irkutsk, aber auch Jekaterinburg liegen giftige Rauchschwaden über Städten und Dörfern. Umweltschützer und Anwohner vermuten, dass einige Brände bewusst gelegt wurden, um illegale Waldrodungen zu vertuschen. Die Brände seien eine Umweltkatastrophe für die gesamte nördliche Hemisphäre, mahnt der russische Greenpeace-Aktivist Grigori Kuksin, sie setzten große Mengen von klimaschädlichem Kohlendioxid frei, zudem transportiere der Wind den Ruß in die Arktis, wo er die Eisschmelze und das Auftauen der Permafrostböden beschleunige.

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