Hessen vor der Wahl : Kein Streit ist auch keine Lösung

Im hessischen Wahlkampf war nichts von den harten Auseinandersetzungen der Vergangenheit zu spüren. Vom schmalen Grat zwischen Verantwortung und Langeweile.
Wer den Spitzenkandidaten der drei größten Parteien im Wiesbadener Landtag in den vergangenen Wochen lange und durchaus geduldig zugehört hat, der konnte leicht eine heimliche Sehnsucht nach Bayern entwickeln. So wohlerzogen ist es im hessischen Wahlkampf zwischen den Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt zugegangen, so sachorientiert und abgeklärt, dass große Langeweile aufkam. Es ging zwischen Tarek Al-Wazir, Nancy Faeser und Boris Rhein um ein paar Lehrerstellen, ein paar Radwegkilometer, ein paar Windräder und Wohnungen mehr oder weniger. Mit Fakten wurden die Wähler reichlich versorgt, mit Ideen weniger.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





