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Marchionne gibt Posten ab : Vorzeitiger Chefwechsel bei Fiat Crysler

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Sergio Marchionne im Oktober 2015 während eines Interviews in New York. Bild: EPA

Der italienisch-kanadische Manager Marchionne lenkte bislang auch die Geschicke von Ferrari. Nach einer Schulteroperation im Juli ist es zu schweren Komplikationen gekommen.

          Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne muss die Führung des italienisch-amerikanischen Autobauers aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Nach einer Schulteroperation sei es zu unerwarteten Komplikationen gekommen, teilte Fiat Chrysler am Samstag mit. Der 66 Jahre alte Marchionne könne seine Arbeit nicht wieder aufnehmen. Auch als Präsident und Vorstandschef der Tochter Ferrari könne er nicht weiter arbeiten, hieß es in einer Ferrari-Mitteilung.

          Die Führung von Fiat Chrysler übernimmt nun Mike Manley, der seit vielen Jahren zum Top-Management des Autobauers gehört und bisher für die Marke Jeep zuständig war. Neuer Präsident von Ferrari wird John Elkann, Angehöriger der Familie Agnelli und Fiat-Präsident. Zum Ferrari-Vorstandschef ernannte der Aufsichtsrat Louis C. Camilleri, der zuvor unter anderem leitende Positionen beim Tabakmulti Philip Morris innehatte.

          Marchionne wollte ursprünglich bis 2019 Chef von Fiat Chrysler bleiben, ähnliche Pläne für seine Posten bei Ferrari waren nicht bekannt.

          Marchionne war 2004 in der Zeit der größten Krise an die Fiat-Spitze gerückt, später übernahm das Unternehmen den ebenfalls heftig angeschlagenen amerikanischen Rivalen Chrysler. Zum Ende seiner Karriere bei dem Konzern hatte Marchionne sein letztes großes Ziel erreicht und die Schuldenfreiheit des Unternehmens für Ende Juni verkündet.

          Fiat Chrysler Automobiles N.V.

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