Home
http://www.faz.net/-gqm-74lwo
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

„Black Friday“ Online-Handel überspringt beim Umsatz Milliardenmarke

Der Online-Handel gewinnt immer mehr an Bedeutung. Erstmals haben Online-Händler am „Black Friday“ an einem einzigen Tag mehr als eine Milliarde Dollar umgesetzt. An diesem Montag, dem „Cyber Monday“, bieten die Händler weitere Sonderrabatte im Netz.

© dapd Vergrößern Die Online-Händler locken zum Start ins Weihnachtsgeschäft mit Sonderangeboten

Zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts haben amerikanische Online-Händler in diesem Jahr erstmals an einem einzigen Tag mehr als eine Milliarde Dollar umgesetzt. Am sogenannten „Black Friday“, dem Tag nach Thanksgiving, sei der Umsatz in Vergleich zum Vorjahr um mindestens 22 Prozent gestiegen, teilte Comscore am Sonntag mit. Immer mehr Kunden erledigten ihre Weihnachtseinkäufe im Internet, wo Händler mit Sonderangeboten und einer großen Auswahl lockten.

Der E-Commerce macht zwar bisher nur zehn Prozent des Umsatzes aus, wächst aber deutlich schneller als die traditionelle Branche. Für die amerikanischen Einzelhändler insgesamt verlief der Start ins Weihnachtsgeschäft am „Black Friday“ offenbar zufriedenstellend, aber nicht berauschend.

Umsatzverschiebung zum Online-Geschäft

Der Umsatz in den Läden an dem für die Händler traditionell wichtigsten Verkaufstag sank nach ersten Erhebungen zwar um 1,8 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Da in diesem Jahr aber viele Anbieter schon am Donnerstag - dem Feiertag Thanksgiving - mit Sonderangeboten lockten, verzerrte sich der Blick auf den Freitag. An den beiden Tagen zusammen dürfte der Umsatz nach Angaben der Marktforscher von Shoppertrack um etwa ein Prozent über dem Wert des Vorjahres liegen. „Das war nicht super, aber auch nicht enttäuschend“, sagte Ed Marcheselli von Shoppertrack.

Ein kräftiges Plus gab es schon am Donnerstag bei Käufen über das Internet, wo Inhaber von Smartphones und Tablets auf Schnäppchenjagd gingen. An dem Feiertag vor „Black Friday“ spülte das Online-Shopping nach Angaben der IBM-Tochter Smarter Commerce 17,4 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr in die Kassen der Unternehmen aus dem S&P-500-Aktienindex. Am Freitag betrug das Plus 20,7 Prozent. Allerdings habe der Warenwert pro Einkauf mit durchschnittlich 181,22 Dollar knapp fünf Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen.

Im Netz gab es eine unüberschaubare Zahl von Angeboten. Ebay teilte mit, am Freitag habe das Geschäft auf seinen Marktplätzen um 153 Prozent über den Vorjahreswerten gelegen. Die Ebay-Tochter Paypal, über die die Bezahlung von Online-Geschäften abgewickelt werden kann, berichtete gar von eine Verdreifachung ihres Geschäftsvolumens an dem Tag.

Mehr zum Thema

In den Geschäften hatten Händler die Laufkundschaft zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts mit Rabatten von bis zu 70 Prozent gelockt. Im Netz gab es eine unüberschaubare Zahl von Angeboten. Experten hatten im Vorfeld darauf hingewiesen, dass sich Kunden wegen der relativ hohen Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten und möglichen Steuererhöhungen zu Beginn 2013 zurückhalten könnten. Zudem dürften die Auswirkungen des Hurrikans „Sandy“ an der Ostküste manche Verbraucher zum Sparen zwingen. In Amerika ist der Konsum nach wie vor die wichtigste Stütze der Konjunktur.

Quelle: Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mittelstandsanleihen-Ticker Rickmers-Rating fällt auf CCC

Alno siegt vor Gericht: Das Unternehmen durfte seinen Vorstandschef feuern. Ferratum will an die Börse und German Pellets begibt eine neue Anleihe. Mehr

19.11.2014, 13:57 Uhr | Finanzen
Sinkende Absatzzahlen Hollister ist nicht mehr cool

Der einstigen Kultmarke Abercrombie & Fitch laufen die Kunden davon. Teenager geben ihr Geld lieber für Technik als für Mode aus. Lust auf große Logos haben sie auch nicht mehr. Mehr Von Julia Löhr und Roland Lindner

11.11.2014, 08:16 Uhr | Wirtschaft
Online-Arbeit Die Zukunft der digitalen Tagelöhner

Im Internet bieten Werbetexter, Programmierer und Übersetzer ihre Arbeit rund um die Welt an. Ihre Arbeitgeber bekommen sie nie zu Gesicht, ihre Leistung wird per Webcam kontrolliert. Was reizt an diesem Arbeitsmodell? Mehr Von Marie Baumann

18.11.2014, 06:00 Uhr | Beruf-Chance
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 26.11.2012, 10:00 Uhr


Aktienkurse
Name Kurs Änderung
  Nasdaq 100 --  --
  Facebook --  --
  Google --  --
  Apple --  --
  Zynga --  --

Muskelspiel

Von Kerstin Schwenn

Mitten im Advent droht wieder Streik. Den Bahnkunden ist es egal, ob Lokführer oder Fahrdienstleister ihre Zugfahrt verhindern. Ihre Geduld schwindet in dem Maße, wie der Schaden wächst. Mehr 3

Grafik des Tages Deutsche fühlen sich für Unternehmerdasein nicht gerüstet

Nur 34 Prozent der Deutschen glauben, ihre Ausbildung habe ihnen die Fähigkeit vermittelt, ein eigenes Unternehmen zu führen. Mehr 4


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --