Nach Fukushima :
Schlechte japanische Wirtschaftsdaten beleben die Atomdebatte

Von
Carsten Germis, Tokio
Lesezeit:
dpa

Seit der Atomkatastrophe in Fukushima hat Japan seine Atomreaktoren weitgehend vom Netz genommen. Nun muss das Land Öl und Gas importieren. Die japanische Wirtschaft leidet.

Die teuren Öl- und Gasimporte belasten die japanische Wirtschaft wegen des schwachen Yen von Monat zu Monat stärker. Für den Dezember meldete das Finanzministerium nach einem Rekorddefizit in der Handels- am Montag nun auch ein Rekorddefizit in der Leistungsbilanz des Landes. Mit 638,6 Milliarden Yen fiel das Minus noch höher aus als im Vormonat mit 592,8 Milliarden Yen. Im gesamten Jahr erzielte die drittgrößte Volkswirtschaft allerdings noch einen Überschuss von 2,31 Billionen Yen in der Leistungsbilanz. Das ist der niedrigste Wert seit 1985, als die Daten erstmals erhoben wurden.

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