EuGH-Urteil : Freibrief für die EZB

Der Europäische Gerichtshof hat der EZB einen Freibrief für künftige massenhafte Anleihekäufe ausgestellt. Die monetäre Staatsfinanzierung wird mit einem verschwurbelten Begriff gerechtfertigt. Ein Kommentar.
Drei magische Worte genügten EZB-Präsident Mario Draghi auf dem Höhepunkt der Euro-Krise vor knapp drei Jahren, um die Stimmung an den Finanzmärkten zu drehen: „Whatever it takes“ (was immer nötig ist) werde die Zentralbank tun, um den Euro zu „retten“. An den Märkten wurde das Signal verstanden. Im Notfall feuert die EZB aus allen Rohren und kauft die Anleihen überschuldeter Staaten – in praktisch unbegrenztem Volumen. Sofort stiegen die Kurse der Krisenländeranleihen, und die Renditen, die das Risiko widerspiegelten, fielen.






