Standard & Poor’s : Ratingagentur senkt Ausblick für EU

Die Analysten von Standard & Poor’s stufen ihren Ausblick für die EU von „stabil“ auf „negativ“ herab, weil eine Pleite Griechenlands nun noch teurer für die Eurozone wäre. Und es gibt einen zweiten Grund.
Angesichts der Griechenland-Krise hat die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s den langfristigen Ausblick für die Europäische Union von „stabil“ auf „negativ“ herabgestuft. Das teilte S&P am Montag mit. Der Schritt lässt befürchten, dass die Ratingagentur die Bonität der EU demnächst von derzeit AA+ herabstufen könnte.
Zusagen belasten
Der negative Ausblick wurde insbesondere mit den wiederholten Zusagen der EU begründet, das akut von der Pleite bedrohte Griechenland zu stützen. S&P warnt davor, dass die Europäische Union „wiederholt Gelder freigibt, um mit hohem Risiko Mitgliedstaaten zu helfen (jüngst Griechenland), ohne dass diese Eigenmittel haben“.
Athen verhandelt derzeit mit der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB), dem Europäischen Stabilitätsfonds (ESM) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über ein drittes Hilfsprogramm, das bis Mitte des Monats stehen soll. Griechenland braucht dringend Geld, um seine Schulden zu bedienen.
S&P äußert sich zudem besorgt über die Möglichkeit, dass Großbritannien als einer der größten EU-Beitragszahler die Staatengemeinschaft verlassen könnte. Die konservative britische Regierung unter Premierminister David Cameron will darüber kommendes Jahr ein Referendum abhalten.





