Beamte in Griechenland : Die Überflüssigen

Die Entlassung von Staatsbediensteten war in Griechenland bisher ein Tabu. Unter dem Druck der Umstände ist nun selbst dieser Grundsatz ins Wanken geraten.
Wer ihm je persönlich begegnete, wird es bestätigen: Giorgios Papandreou ist ein sympathischer Mensch. Griechenlands Ministerpräsident wirkt von Grund auf zuverlässig. Man würde ihm bedenkenlos einen Rasenmäher borgen oder eine Hausratsversicherung abkaufen. Griechische Staatsanleihen allerdings eher nicht, denn davon versteht er nicht viel. Von bemerkenswerter Naivität waren die Vorschläge, mit denen der studierte Soziologe und bekennende Außenpolitiker nach seinem Wahlsieg im Oktober 2009 der griechischen Krise beizukommen versprach: Wichtig, sagte Papandreou anfangs, sei vor allem die Bekämpfung der Steuerhinterziehung, dann werde alles besser werden. Doch es ward nicht, und auch die Idee, griechische Eilande zu „Wellness-Inseln“ zu erklären, um so den Tourismus zu beleben, half nicht wirklich weiter.





