Amerikas Mormonen : Ich weiß, es ist wahr

Der Urvater der Mormonen, der sich auch schon um das Präsidentenamt bewarb, soll übel geendet sein. Im Ursprungsort dieser Religionsgemeinschaft liegt zum „Super Tuesday“ dennoch alle Hoffnung auf Mitt Romney.
Wo die Church Street die Main Street kreuzt, markieren die Ortsmitte von Palmyra vier prächtige Kirchen. Mit ihren Spitztürmen bilden die Zion Episcopal Church, die First Baptist Church, die First United Methodist Church und die Western Presbyterian Church ein christliches Quartett, das nicht nach einer fünften Stimme verlangt. Ein Tempel der Mormonen, wie Angehörige der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auch heißen, würde hier nur für Dissonanzen sorgen. Aber es gibt ihn doch, weiter draußen am Ortsrand, eine mormonische Trutzburg in strahlendem Weiß, gekrönt von der goldglänzenden Statue eines Trompeters, des Engels Moroni. Das imposante Gotteshaus wurde erst im Jahr 2000 eingeweiht, obwohl die Mormonen in der Gegend zu Hause sind. Ihre Religion entstammt dem sanften Hügelland von Palmyra, einem verschlafenen Ort nahe dem Ontariosee, von der Stadt New York fast so weit entfernt, wie es im Bundesstaat New York überhaupt möglich ist.





