Generation Y :
Work-Life-Balance? Typisch deutsch!

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Cyprian Koscielniak

Die Generation Y gilt als verwöhnt und anspruchsvoll. Doch gerade junge Migranten treten im Arbeitsleben oft ganz anders auf. Sie haben das Gefühl, sich stärker anstrengen zu müssen.

„Ich liebe es, zu arbeiten.“ Adel Ghazi sagt das im Nebensatz, schließlich ist es für ihn eine Selbstverständlichkeit. Seit seinem 14. Lebensjahr hat er immer gearbeitet. Mal in der Küche eines Pizza-Lieferservices, mal in Bekleidungsgeschäften, mal als Eventmanager, mittlerweile als Aushilfe in einer Anwaltskanzlei. Das alles für sein großes Ziel: Jurist zu werden. Ghazi ist jetzt 28 Jahre alt und steht kurz vor diesem Ziel. Bald will er sein erstes Staatsexamen in Jura machen. „Es hat alles etwas länger gedauert als bei anderen“, sagt er. „Ich bin eben nicht so der klassische Jurastudent, der 24/7 an der Uni sein kann.“ Sichtlich unangenehm ist ihm das. „Ich bin schon sehr ehrgeizig“, sagt er. Work-Life-Balance? „Ich war seit dem Abitur nicht mehr im Urlaub.“ Überstunden? „Kein Problem, ich kann auch samstags und sonntags arbeiten.“ Home Office? „Wieso, ich bin gern im Büro, da hab ich die Kollegen um mich herum.“

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