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EU-Handelsexperte :
„Das geht schon auf die mentale Kondition“

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Der SPD-Politiker Bernd Lange führt seit  2014 den Ausschuss für internationalen Handel im Europaparlament.
Der SPD-Politiker Bernd Lange führt seit  2014 den Ausschuss für internationalen Handel im Europaparlament.AFP

Die Zeiten für Handelspolitiker haben sich seit dem Regierungsantritt von US-Präsident Donald Trump gravierend verändert. Bernd Lange, der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, gewährt einen Einblick in seinen neuen Alltag.

Was waren für Sie in den vergangenen fünf Jahren die einschneidendsten Veränderungen, die Sie zu spüren bekommen?

Der Druck ist deutlich größer geworden. Es war lange so, dass man sich vielleicht einmal im Jahr zu Verhandlungen getroffen hat. Da hat man dann die Themen ausdiskutiert, und im nächsten Jahr ging’s vielleicht im nächsten Kapitel weiter. Die globale Situation hat sich völlig geändert. Die beiden Großmächte, USA und China, spielen nicht fair und haben ganz unterschiedliche Einflüsse. Insofern hat die Notwendigkeit, schneller und konzentrierter zu arbeiten, wahnsinnig zugenommen. Da die beiden Großmächte auch nicht mehr den WTO-Regeln entsprechend spielen, ist die Verlässlichkeit dahin, deswegen ist der Druck für mich natürlich auch viel stärker, immer up to date zu sein, immer genau zu wissen, wer sich gerade wie positioniert. Eine weitere persönliche Konsequenz der trumpschen Politik voller Unstetigkeit und Unverlässlichkeit ist, dass ich keine roten Krawatten mehr trage, was ich ganz gerne gemacht habe. Rote Krawatten sind das Zeichen der MAGA-Bewegung, insbesondere von Herrn Trump, und hier möchte ich auch in der Kleidung mich nicht gemeinmachen.

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