Vorwürfe gegen Verivox nach Teldafax-Insolvenz
Heidelberg, 16. September (dpa). Nach der Insolvenz des Unternehmens Teldafax sind schwere Vorwürfe gegen das Online-Preisvergleichsportal Verivox erhoben worden. Das Portal, über das Verbraucher unter anderem auch Strompreise vergleichen ...
Heidelberg, 16. September (dpa). Nach der Insolvenz des Unternehmens Teldafax sind schwere Vorwürfe gegen das Online-Preisvergleichsportal Verivox erhoben worden. Das Portal, über das Verbraucher unter anderem auch Strompreise vergleichen können, soll nach Berichten der Tageszeitungen "Handelsblatt" und der "Financial Times Deutschland" schon frühzeitig von den Zahlungsschwierigkeiten des in Troisdorf ansässigen Billiganbieters gewusst und Extraprovisionen für die Weiterleitung von Kunden kassiert haben. Teldafax hatte im Juni Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Das Unternehmen war durch sein Vorkasse-Modell in Schwierigkeiten geraten. So wurden Strom und Gas zu einem niedrigeren Preis an die Endkunden verkauft als sie im Einkauf gekostet hatten. Preiszugeständnisse finanzierte Teldafax mit der Akquise von neuen Kunden.
Eine Sprecherin von Verivox wies am Freitag die Vorwürfe zurück und sprach von "Verleumdung". In den Medienberichten war die Rede davon, dass Verivox angeblich über längere Zeit monatlich je eine Million Euro kassiert haben soll. Beide Blätter beriefen sich auf eidesstattliche Erklärungen eines Ex-Managers von Teldafax. Insolvenzverwalter Biner Bähr gehe den Vorwürfen nach, sagte dessen Sprecher.





