Sonderabschreibung belastet Enel
tp. ROM, 13. März. Mit einem Kursverlust von fast 6 Prozent reagierte die italienische Börse auf die Resultate des zweitgrößten europäischen Stromkonzerns Enel ...
tp. ROM, 13. März. Mit einem Kursverlust von fast 6 Prozent reagierte die italienische Börse auf die Resultate des zweitgrößten europäischen Stromkonzerns Enel SpA. Der Konzern weist für 2012 einen Nettogewinn von 865 Millionen Euro aus, nach 4,1 Milliarden Euro im Jahr 2011. Grund dafür ist eine außerordentliche Abschreibung von 2,57 Milliarden Euro für die Beteiligungen in Spanien am dortigen Energiekonzern Endesa. Ungünstigere Regelungen schmälerten den Gewinn in der Zukunft und machten die Abwertung nötig. Auch ohne die Sonderabschreibung sank die Ertragskraft: Bei einem um 6,8 Prozent auf 84,9 Milliarden Euro gewachsenen Umatz ist das Betriebsergebnis (Ebitda) um 4,9 Prozent auf 16,7 Milliarden Euro gesunken. Der Nettogewinn ohne die Abschreibung hätte 3,45 Milliarden Euro betragen, nach 4,06 Milliarden Euro im Vorjahr. Bei der Dividende soll die Abschreibung nicht berücksichtigt werden, weshalb 40 Prozent des „gewöhnlichen“ Nettogewinns, rund 1,4 Milliarden Euro, bereitgestellt werden sollen. Die wegen der Übernahme hohe Verschuldung von Enel verringerte sich nur leicht. Für die kommenden vier Jahre versprach Enel deswegen nun weitere Verkäufe für 6 Milliarden Euro.





