Kampf um die Loks

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Von Dyrk ScherffDie Eisenbahnen erleben weltweit eine Renaissance. Überall wird in neue Strecken und Lokomotiven investiert. Davon will Vossloh profitieren.

Von Dyrk Scherff

Die Eisenbahnen erleben weltweit eine Renaissance. Überall wird in neue Strecken und Lokomotiven investiert. Davon will Vossloh profitieren. Bei Schienenbefestigungen ist das Unternehmen die Nummer eins, bei Weichen die Nummer zwei. Und Lokomotiven baut das Unternehmen auch noch.

Seine Aktie könnte daher interessant sein. Ihre Kursentwicklung hängt wenig von der Konjunkturlage ab, was angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit derzeit ein Vorteil ist. Allerdings wird das Wachstum vor allem von der Infrastruktursparte getragen, die etwa die Weichen produziert. Der Ausbau der Netze ist meist staatliche Aufgabe, und in Europa fehlt den Ländern dazu Geld. Das könnte das Geschäft belasten. Vossloh erzielt noch 67 Prozent seines Umsatzes in Europa. Das Wachstum findet außerhalb des Kontinents statt. Dort muss Vossloh aber erst noch Marktanteile gewinnen. Die Aktie ist zwar nicht teuer, aber die Wettbewerber sind günstiger. Gerüchte über eine Aufstockung der Anteile durch Großaktionär Thiele dürften den Kurs weiter stützen. Eine Komplettübernahme wird aber schwierig, weil die Familie noch 34 Prozent der Anteile besitzt. Entsprechend ist die Kursphantasie beschränkt. Die Analystenmeinungen sind durchwachsen.

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