Japan erwägt neues Konjunkturprogramm

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cag. TOKIO, 13. September. Japans Regierungschef Yoshihiko Noda hat angedeutet, dass das Land mit weiteren staatlichen Konjunkturprogrammen eine mögliche ...

cag. TOKIO, 13. September. Japans Regierungschef Yoshihiko Noda hat angedeutet, dass das Land mit weiteren staatlichen Konjunkturprogrammen eine mögliche Schwächung des Wirtschaftswachstums verhindern will. Wie in Tokio am Donnerstag bekannt wurde, wird das Kabinett in seinem Wirtschaftsbericht für September erstmals seit 10 Monaten wieder davon sprechen, dass sich das Wachstum abschwäche. Der Bericht, der am Freitag offiziell vorgestellt wird, sieht Japans Wirtschaft wegen der Wiederaufbauprogramme für den nach dem Erdbeben und Tsunami im März 2011 zerstörten Nordosten des Landes zwar weiter in einem moderaten Aufschwung. Die Risiken für einen Abschwung werden aber vor allem wegen des schwächer werdenden Wachstums in China und den Auswirkungen auf die japanische Exportindustrie inzwischen deutlich größer eingeschätzt. Die Gefahr eines Abschwungs wachse daher.

Noda kündigte den Nachtragshaushalt während einer Diskussionsveranstaltung der Kandidaten für den Vorsitz der regierenden Demokratischen Partei (DPJ) in Tokio an. Der Regierungschef ist in der DPJ umstritten, weil er die Sanierung der japanischen Staatsfinanzen zu seinem zentralen Ziel gemacht hat. Mit der Forderung nach staatlichen Hilfen versucht Noda, seinen Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen.