Hochstapeln in China
HAMBURG, 3. Oktober. Alle paar Wochen packt Hans-Georg Frey seinen Koffer und steigt in den Jet nach China. Der Vorstandsvorsitzende von Jungheinrich, einem ...
HAMBURG, 3. Oktober. Alle paar Wochen packt Hans-Georg Frey seinen Koffer und steigt in den Jet nach China. Der Vorstandsvorsitzende von Jungheinrich, einem der größten Hersteller von Gabelstaplern rund um den Globus, informiert sich dann aus erster Hand über die Fortschritte seines Konzerns beim Vormarsch im Fernen Osten. Gerade ist Jungheinrich dort in einer spannenden Phase. Im August hat der börsennotierte Hersteller mit Sitz in Hamburg ein neues Werk im Westen von Schanghai für knapp 20 Millionen Euro aufgemacht. Nun soll die Produktion schrittweise hochgefahren werden. Zugleich baut Jungheinrich eine Abteilung auf, die Produkte speziell für den chinesischen Markt entwickeln soll. Die sind nötig, um überhaupt einen Fuß auf den Boden zu bekommen. Bislang ist China fest in der Hand von lokalen Herstellern, welche die heimische Industrie mit billigen Staplern versorgen. Mit der wachsenden Wirtschaftskraft steigt zwar auch die Nachfrage nach modernen und teureren Geräten wie denen, die Frey im Katalog hat. Doch bis sich dieser Trend für Jungheinrich auszahlt, wird noch einige Zeit vergehen. Heute ist der Marktanteil in der Volksrepublik kaum nennenswert: „Wir sind in China noch ein kleiner Fisch“, sagt Frey im Gespräch mit dieser Zeitung.





